Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) zeichnen sich durch Entzündungen im Bereich des Magen-Darmtraktes aus. Die beiden Hauptformen sind der Morbus Crohn (MC) und die Colitis ulcerosa (CU). Die Entzündung kann schubweise oder kontinuierlich verlaufen.

Die Ursachen dieser Erkrankungen sind vielfältig. Zum Einen gibt es erbliche Veranlagungen, welche den Ausbruch der Erkrankung begünstigen können, jedoch spielen sicher auch (letztendlich noch nicht vollständig bekannte) Umweltfaktoren eine große Rolle. Eines scheint klar zu sein, die westliche Lebensweise scheint das Auftreten dieser Erkrankungen zu begünstigen, denn hier steigen die Erkrankungszahlen leider stetig an

Trotz immer noch vieler offener Fragen ist aber auf jeden Fall klar: bei Crohn und Colitis ist die natürliche Barrierefunktion der Darmwand gestört, die sie normalerweise vor Bakterien und anderen möglichen „Eindringlingen“ hat. Durch die nicht mehr vollständig intakte Abwehr bei einer Entzündung des Darms, der mehr als zwei Drittel aller menschlichen Immunzellen beherbergt, dringen Bakterien in die Darmwand ein. Dies führt zu einer Abwehrreaktion des Körpers – die schließlich aus dem Ruder läuft: es entsteht eine lokale sowie systemische Entzündungsreaktion, die im Verlauf chronisch wird.

Es gibt Unterschiede zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Der Morbus Crohn kann unterschiedliche Abschnitte des Verdauungstrakts – vom Mund bis zum Anus – befallen, dazwischen können gesunde, nicht betroffene Abschnitte liegen.Im Gegensatz dazu beginnt die Colitis ulcerosa oft am Mastdarm (Rektum) und breitet sich von dort nach oben in den Dickdarm aus. In schweren Fällen kann der gesamte Dickdarm betroffen sein („Pancolitis“).

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei der Colitis ulcerosa CU nur die Schleimhaut (=die innerste Darmschicht) betroffen ist, während bei Morbus Crohn die gesamte Darmwand entzündlich verändert sein kann.

Beide Erkrankungen können auch Beschwerden ausserhalb des Darms verursachen. Sogenannte „extraintestinale Manifestationen“ können auftreten an Gelenken, Bändern und Muskeln, Haut, Augen und Leber. Manchmal vermindert sich bei Crohn- und Colitis-Patienten der Mineralstoffgehalt in den Kochen. Entweder die Folge einer verminderten Mineralstoffaufnahme, – unter Umständen auch ein Resultat einer langdauernden Cortison-Therapie.

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